Sep 182013
 

Von Freitag 23.08. bis Sonntag 25.08.2013

Tag 1

Unsere Reise begann mit der ersten von 4 Einstiegsstellen in Wagna, weiter nach Gralla, Graz/Weblingergürtel und St. Michael, wo die letzten 5 Personen der 22 Teilnehmer zugestiegen sind. Von dort aus ging die Reise weiter über Bischofshofen – Taxenbach nach Rauris. Von Rauris fuhren wir ins hintere Raurisertal zum Parkplatz Lenzanger. Mit etwas Glück durften wir mit dem Bus bis zum Naturfreunde Haus Kolm–Saigurn fahren, das hieß, dass wir die doch teilweise schweren Rucksäcke um eine halbe Stunde weniger tragen mussten.

Unser Aufstieg von Kolm-Saigurn (ca.1600m) zum Naturfreunde Schutzhütte (2.175m) führte uns über die Brücke von der Hüttwinkl-Ache, vorbei am Ammerhof, weitere auf dem Naturfreunde Familien Wanderweg, der in den Jahren 1980-85 in Ferienaktionen von NF-Jugendlichen aus ganz Österreich angelegt wurde. Auf dem Wanderweg oberhalb der Baumgrenze gab es die erste gute Sicht (aus nächster Nähe) auf den Hohen Sonnblick und den Hocharn.

Nach knapp zweieinhalbstündiger, nicht sehr anstrengender Wanderung erreichten wir gerade noch rechtzeitig vor dem herannahenden Gewitter das Naturfreunde Haus Neubau. Vor dem Abendessen konnte noch jeder sein Schlaflager beziehen und sich frisch machen. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen. Die Kinder lernten mit Messer und Gabel Schokolade essen und die Erwachsenen lernten sich bei angeregten Gesprächen und Kartenspielen besser kennen.

Tag 2:

Der Wetterbericht sagte für Nachmittag Regenschauer voraus. Weshalb uns der Hüttenwirt das Frühstück schon um 5.30 servierte. So das unsere Sonnblickgruppe mit den Tourenbegleiter aus OG – NF Rauris Thomas und Bernd um 6.00 Uhr sich auf den Weg, der gleich hinter der Hütte beginnt, Richtung Hoher Sonnblick machen konnten. Eine Zeitlang sah ich Ihnen noch nach, wie sie den in weiten Serpentinen angelegten Steig, der die Gruppe zuerst zur kleinen Rojacherhütte auf 2.718m bringt, entlang gingen. „Wäre schön mitzugehen“, dachte ich zu diesem Zeitpunkt. Der Gedanke verflog jedoch sehr schnell. Den meine Gruppe (3 Kinder 5 Erw. ) erwarteten mich schon beim Frühstück voller Erwartung. Auf Grund des Wetterberichtes ist auch unsere NP – Rangerin Martha schon früher als geplant auf der Hütte eingetroffen, so dass wir uns um 7.30 Uhr auf den Weg zum Tauerngold – Rundweg machen konnten. In der Blütezeit des Goldbergbaues wurde in Rauris ca. 10% des Weltgoldvorkommens abgebaut. Zu den Spitzenzeiten im 15. bis 16. Jahrhundert fanden mehr als 2000 Bergknappen im Raurisertal Arbeit. Zahlreiche alte Stollen, verfallene Knappenhäuser Bremserhäusel, Radhaus oder die noch heute gut erkennbare Trasse von Schrägaufzug und vieles mehr, erinnern heute an diese „goldenen Zeiten“ im Rauriesertal. NP- Rangerin Martha vermittelte sehr interessant und fachkundig, vor allen für die Kinder verständlich und auch spannend, aus dieser „Golden Zeit“.

Aber nicht nur von Goldabbau wusste sie zu berichten sondern auch interessantes über die Menschen und deren Kultur sowie viel wissenswerte über die Blumen und  Pflanzen die in diesen rauen Bergklima wachsen. Bei der Faganter Scharte 2.754m angekommen hatten wir einen herrlichen Blick zu dem umliegenden Berggipfel. Zu unserer Freude gab es noch keine Anzeichen von einem herannahendem Schlechtwetter so dass ich mit der Agnes den Abstecher zur „Herzog Ernst Spitze“ wagte. Nach einer kurzen Rast machte sich der Rest der Teilnehmer mit NP-Rangerin Martha auf den Weg zurück bis zur Abzweigung Knappenhaus. Da hatten Agnes und ich die Gruppe schon wieder eingeholt. Beim Knappenhaus angekommen machten wir noch einmal eine etwas längere Pause und zu unserer Überraschung äußerten die Kinder den Wunsch bis zum Gletschertor gehen zu wollen welches sie von weiten schon sahen. Kurz vor dem Gletschertor trafen wir auf unsere Sonnblick-Gruppe – die von Berg runter kamen und wir freuten uns alle, dass die Tour gut verlaufen ist und das Wetter noch schön war. Meine Gruppe marschierte noch zum Gletschersee 2350m zurück auf dem Gletscherschaupfad und über dem Obermayer Felsen 2275m  zu unserer Unterkunft Neubau-Hütte.

Höhenmeter: 600m in Aufstieg, 600m in Abstieg

Mit Herzog Ernst Spitze 760m in Auf und Abstieg

Gehzeit: 9 Stunden 30Min. mit vielen kleinen und zwei großen Pausen

Nach den Abendessen erzählte die Sonnblick-Gruppe begeistert vom Aufstieg, von der kleinen Rojacherhütte mitten in der Felswand und der nicht allzu schweren Blockkletterei über den Süd-Ost-Grat. Sehr begeistert waren alle von der Besichtigung in der Wetterwarte der Zamg. Die Station übermittelt täglich die wichtigsten Messdaten für die Wettervorhersage, die an den heutigen Samstag zum Glück für uns nicht zutrafen. Ja und der Abstieg über den Goldberggletscher das war für einige Teilnehmer Abendteuer pur! Was den Wetterbericht betraf, in der Nacht regnete es in strömen.

Tag 3:

Gut ausgeruht nach einer gemütlichen Nacht, sitzt der Großteil schon ab 7 Uhr beim Frühstück. So dass jeder genug Zeit hatte das Lager zu räumen und den Rucksack für den Abmarsch um 8:30 Uhr zu packen. Mit NP-Rangerin Martha und den Kindern an der Spitze der Gruppe marschierten wir gut ausgerüstet im Regengewand (wir schauten aus wie ein Bunter Regenwurm) den Familienwanderweg Richtung Rauriser Urwald. Der Regen begleitete uns heute den ganzen Vormittag, deshalb waren die Erklärungen im Rauriser Urwald von der NP-Rangerin auch etwas kürzer als üblich. Persönlich finde ich, sollte man in diesen Naturjuwel einfach nur schauen und bestaunen oder einfach nur die Natur genießen. Der seit Jahrhunderten forstlich nicht mehr genutzte Urwald ist ein Blocksturzwald und seine Besonderheit sind die unzähligen größeren und kleinen dunklen Moortümpeln sowie Fichten, Lärchen Zirben und Flechten in den verschiedensten Altersstationen. Der Rauriser Urwald ist das einzige Hochmoor in den Alpen in dieser Höhe.

Unsere Berge und Wandertage im „Nationalpark Hohe Tauern“ endeten mit dieser Wanderung bei unseren Ausgangspunkt im Talschluß Kolm Saigurn.

Nachdem alle die nasse Wäsche gegen trockene getauscht hatten besuchten wir noch das Naturfreunde Haus um uns bei einen warmen Getränk aufzuwärmen. Anschließend machten wir uns mit dem Bus auf dem Weg nach Rauris wo noch ein ausgezeichnetes Mittagessen auf uns wartete. Mit schönen Eindrücken wie Gipfelerlebnis (für einige der erste 3000er) und viel Wissenswertes über das „goldene Raurisertal“ begaben wir uns auf die Heimreise in die Steiermark.

Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege:

bei den Tourenführer :Thomas und Bernd der NF OG-Rauris für die

Top-Führung (alle Teilnehmer-„die waren super“!)

- der NP-Rangerin Martha: für die fachkundige und nette Führung

- der Führung Wetterwarte: einfach super!!

- den Hüttenwirt: für die sehr gute Bewirtung, die Hütte ist im Top-Zustand!

- den Gh. Maislau: für das Essen und Bedienung vergeben wir ***** Sterne!

unseren Busfahrer: für die sicherer Hin- und Rückfahrt

- den Teilnehmern: ohne Euch hätte es keine Veranstaltung gegeben

 

       Ihr wart „spitze“

 

Freue mich, wenn Ihr das nächste Mal wieder mit dabei seid!

Verbleibe mit einen herzlichen

„Berg Frei“

Annemarie Walter

Fotos gibt es hier: http://imageshack.us/g/1/10321790/

 

 Posted by at 16:39

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